Mit Kunden auf den Gipfel

 

race

Mit dem Velorennen «race against cancer» am 27. August setzt die Krebsliga im zweiten Jahr ein eindrückliches Zeichen gegen Krebs. An der Fahrt über den Gotthardpass teilnehmen können Einzelfahrer und Teams, vom Gelegenheitsvelofahrer bis zum Crack. Wer sich nicht fit genug fühlt, kann beim Veranstalter sogar ein Elektrovelo leihen – denn Mitmachen ist bei diesem Rennen alles. Auch die Werbewoche unterstützt den Anlass: Die ersten drei Teams, die sich unter dem Stichwort «Werbewoche» anmelden, erhalten als Belohnung ein kostenloses Jahresabonnement der Werbewoche und des Media Trend Journals.

 

Krebs – nomen est omen. Die Krankheit frisst sich erbarmungslos in den Körper. Wer Glück hat, kann die Geschwüre eine Zeit lang eindämmen, gänzlich bekämpfen lassen sie sich nur selten. Rund 18'700 Schweizer und 15'750 Schweizerinnen erkranken jedes Jahr neu an einer der diversen Krebsarten, Männer am häufigsten an Prostatakrebs, Frauen an Brustkrebs. Bei jedem zweiten Mann und jeder dritten Frau wird im Laufe des Lebens Krebs diagnostiziert, pro Jahr sterben 15'394 Schweizer an den gefrässigen Wucherungen, Tendenz steigend. Seit dem vergangenen Jahr ist Krebs in der westlichen Welt sogar die Todesursache Nr. 1. Um gegen die Krankheit und für die Betroffenen ein Zeichen zu setzen sowie Krebshilfeprojekte und die Krebsforschung in der Schweiz zu unterstützen, führt die Krebsliga seit 2010 das «race against cancer» durch. Die Aufgabe: Einzelfahrer oder Veloteams aus drei bis sechs Personen bezwingen gemeinsam von Airolo aus die alte Passstrasse Tremola bis zum Gotthardpass und wieder zurück – und das möglichst häufig während 12 Stunden. Die Teilnehmer können beliebig oft anhalten, pausieren oder ihr Velo auch schieben, wenn ihnen die Puste ausgeht. Die Teams können gemeinsam oder als Stafette fahren. Wie oft es die Einzelfahrer oder Teams hin und her schaffen, wird zwar erfasst, einen Sieger oder einen Preis gibt es allerdings nicht. Dafür werden am Schluss unter allen Startnummern tolle Gewinne verlost, zum Beispiel Uhren oder ein Sportcheck in der Hirslanden-Klinik. Für die Teilnahme bezahlen Einzelfahrer als Startgeld 2500 Franken, Teams 5000 Franken. Das Geld kommt ohne Abzüge Schweizer Krebsprojekten und der Krebsforschung zugute. In diesem Jahr ist der Ertrag des Rennens für Krebspatienten in wirtschaftlichen Notlagen und für die Erforschung seltener Krebserkrankungen gedacht. Die Teams können wählen, welches der beiden Projekte sie unterstützen möchten. Wer nicht Velofahren will, kann bei der geführten Wanderung «Unterwegs gegen Krebs» mitlaufen. Die Wanderung führt von Airolo über den alten Säumerpfad zum Gotthardpass. Der Weg kreuzt die Tremola mehrfach, so dass sich Wanderer und Velofahrer immer wieder begegnen. Die gesamte Wanderung dauert knapp vier Stunden, wer möchte, kann bereits an der Zwischenstation Motto Bartola in einem Shuttlebus den Rückweg nach Airolo antreten. Die Wanderer müssen kein Startgeld bezahlen, Spenden in jeder Höhe sind allerdings sehr willkommen. Wer weder fürs Radeln noch fürs Laufen zu begeistern ist, kann die sportlichen Teams auch mit einer Spende unterstützen. Ein Spendenformular findet sich auf der Website www.raceagainstcancer.ch.

 

Aufgeben kommt nicht in Frage

Hinter dem Rennen steht das Motto «Never give up – Aufgeben kommt nicht in Frage». Denn die Chance, über den Berg zu kommen, hat nur, wer seine Kraft, seinen Mut und seinen festen Willen nicht ver- liert – das gilt für die Teilnehmer des Rennens genauso wie für Menschen, die an Krebs erkrankt sind, und deren Angehörige. «Dass die Strecke des Rennens immer hin und her führt, ist symbolisch zu verstehen », erklärt Markus Aerni, Verantwortlicher für den Anlass. «Auch bei einer Krebserkrankung geht es zeitweise aufwärts, zeitweise abwärts – aber man kämpft immer gegen den gleichen Berg an.» Das «race against cancer» wurde im vergangenen Jahr anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Krebsliga Schweiz lanciert. Am Anlass nahmen 100 Velofahrer teil, etwa 70 Prozent von ihnen waren selbst von Krebs Betroffene oder deren Angehörige. «Unter den Teilnehmern waren auch Prominente wie Radsportlegende Robert Dill-Bundi und Behindertensportler Heinz Frei», erzählt Aerni. «Der eifrigste Fahrer fuhr acht Mal hin und her, das sind zusammengerechnet rund 8'000 Höhenmeter – einmal in die Stratosphäre. Der Sponsor dieses Fahrers hatte einen Rundenbonus versprochen und musste tief in die Tasche greifen.» Das Rennen 2010 brachte 220'000 Franken ein, die 1:1 in zwei Projekte der Kinderkrebsforschung sowie in ein Krebsliga-Projekt zur Patientenbetreuung investiert wurden. «Dieses Jahr erwarten wir etwa 300 Teilnehmende, bis 2014 sollen es mindestens 1'000 Fahrerinnen und Fahrer sein», plant Aerni. «Das holländische Mutterevent Alpes d'HuZes, das unter dem Motto ‹Opgeven is geen Optie› (Aufgeben ist keine Option, Anm. d. Red.) startet, hat 2010 im fünften Jahr seines Bestehens mit 2800 Fahrern stolze 12 Millionen Euro erwirtschaftet. Diese Zahlen weisen uns den Weg.» Und sie machen allen Mut, die von Krebs betroffen sind. Doch das «race against cancer» ist nicht nur Zeichen der Solidarität und ein neues Fundraising- Instrument. Es soll trotz des ernsten Hintergrunds auch Spass machen, genussvoll sein und Menschen zusammenführen. Darum wird beim Anlass nicht nur geradelt und gewandert, sondern die Veranstalter haben auch einen Willkommens-Apéro sowie einen Start- und ein Abschluss-Event mit Verlosung und gemeinsamem Abendessen organisiert. Ausserdem unterstützen sie die Teilnehmer bei der Suche nach einer Unterkunft, denn wegen des frühen Beginns werden die meisten Sportler rund um Airolo übernachten müssen. Teilnehmer des Rennens, die kein Hotel buchen wollen, können kostenlos in Zivilschutzanlagen unterkommen oder campen.

 

Werbetreibende und Kommunikatoren gefragt

Stefan Ingold, CEO und Partner des Berner Werbemittelproduzenten «Denz digital / Bedruckbar», hat sein Anti-Krebs-Team bereits zusammengestellt: Gemeinsam mit Chris Morgan, Creative Director und Mitinhaber von Republica, Daniel Tobler, Geschäftsleiter der Agentur 01, und Thomas Klarnetas von Carbagas, wird er sich am 27. August auf dem Velo über den Gotthard quälen. «Ich habe Respekt vor der Tour, denn wie meine Teammitglieder treibe ich zwar gerne Sport, aber viel zu selten. Wir machen trotzdem mit, denn es geht nicht um einen Sieg, sondern darum, ein Zeichen gegen Krebs zu setzen. Wie oft wir hin und her kommen, ist zweitrangig. Unser Ziel ist, als Team wenigstens einmal den Pass zu erreichen. Dann haben wir den Plausch.» Um nicht ganz unvorbereitet ins Rennen zu gehen, trainieren Ingold und seine drei Mannen nun jeden Dienstag Nachmittag den Ritt auf dem Drahtesel. «Das kommt uns auf jeden Fall zugute, denn eine der wirksamsten Vorbeugemassnahmen gegen Krebs ist Bewegung», betont Ingold. «Als CEO bin ich immer wieder mit Krebsfällen konfrontiert, die mich sehr betroffen machen. Es kann einfach niemand sagen: Das geht mich nichts an.» Obwohl die Anmeldefrist für den Anlass erst vor wenigen Tagen begonnen hat, konnte Organisator Markus Aerni bereits 120 Anmeldungen verzeichnen. «Viele sind schon zum zweiten Mal dabei», sagt er. «Ausserdem haben bereits diverse bekannte Persönlichkeiten zugesagt, beispielsweise Kunstturnerin Ariella Kaeslin und Ex- Skirennfahrer Bruno Kernen.» Sogar Nella Martinetti ist mit von der Partie. Die selbst an Krebs erkrankte Sängerin kann zwar nicht beim Rennen mitfahren. Dafür betreut sie in einem Kinderhort die Sprösslinge velofahrender Eltern. Es gibt also keine Ausrede, um beim «race against cancer» nicht dabei zu sein. Nun sind Sie an der Reihe. Helfen Sie mit und melden Sie ein Team zum «race against cancer» an. Wie wäre es zum Beispiel mit einem gemischten Agentur-Kunde-Team? Oder mit einem Online-Redaktions- Team? Dann radeln oder wandern Sie nicht nur gegen Krebs, sondern intensivieren ganz nebenbei auch noch die Kundenbindung oder erleben einen tollen Mitarbeiteranlass. Es lohnt sich auf jeden Fall: Die ersten drei Anmeldungen, die unter dem Stichwort «Werbewoche» beim Veranstalter eingehen, werden mit einem kostenlosen Jahresabonnement der Werbewoche plus vier Ausgaben des Media Trend Journals belohnt.

 

Anne-Friederike Heinrich (werbewoche.ch)

 

In Kürze: Race against Cancer

Wann 27. August 2011

Velorennen 7–19 Uhr

Wanderung 10.30–14.30 Uhr

Strecke Velofahrer alte Passstrasse Tremola; Airolo – Gotthardpass – Airolo;
Distanz: 25 km; Höhendifferenz: 947 Meter

Strecke Wanderer alter Säumerpfad; Airolo – Gotthardpass; Zwischenstation Motto Bartola mit Rückfahrmöglichkeit

Startgebühr Einzelfahrer: 2500 Franken; Veloteam: 5000 Franken;

Wanderer: freiwillige Spende

Anmeldung bis 8. August auf www.raceagainstcancer.ch, spätere Anmeldungen nach Absprache mit der Geschäftsstelle; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon +41 32 392 19 19

 

Quelle: www.werbewoche.ch

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